Herz und Sport

Echokardiographie (II)

Durch Dopplertechnik kann die Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit von Blutzellen oder Herzgewebe präzise und ortsgenau gemessen werden. 

Durch Dopplertechniken lassen sich Druckgradienten und Öffnungsflächen verengter Herzklappen ohne Herzkatheter bestimmen.Film: Echokardiographie: Vier-Kammer-Blick mit Farbdoppler

Der Farbdoppler liefert zusätzliche Informationen über das Flußverhalten   (Aufdeckung von Rückflüssen oder Shuntverbindungen). Im Bild erkennt man einen Defekt (=Loch ) in der Herzscheidewand zwischen beiden Hauptkammern. Man sieht Blut von rechts unten , aus der linken Hauptkammer, durch die Herzscheidewand (weiß) in die rechte Hauptkammer strömen. Die Farbe bezeichnet die Flußrichtung (rot: von unten auf den Schallkopf zu, blau: von ihm weg nach unten. Grün steht für Turbulenz). Die Farbintensität bezeichnet die Geschwindigkeit des Blutes dabei.

Film Ventrikelseptumdefekt QuickTime ( 90 kB) oder AVI ( 61 kB)

Meist wird die Untersuchung von außen, von der linken Brustwand her, durchgeführt. Bei speziellen Fragestellungen ist es aber von Vorteil, wenn man von der Speiseröhre her untersucht. Das ist das Transoesophageale Echokardiogramm ( TEE, oder salopp: Schluckecho).

Eine wertvolle Erweiterung ist die Untersuchung des Herzens unter Belastung beim Streß-Echo. Hier zeigen sich Hinweise z.B. eine Durchblutungsstörung des Herzens, sogar meist besser als im Belastungs-EKG.

Auch Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit der Herzmuskulatur können bestimmt werden: Gewebsdoppleruntersuchung (TVI).

Siehe auch: Farbdoppler Gewebsdoppler Streß-Echokardiographie TEE

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© 2007 Praxis PD Dr.K.S.Herrmann,Kardiologe,Stuttgart 31.01.2009
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