Der Puls wird an Körperstellen gefühlt, an denen eine Arterie dicht unter der Haut verläuft, z.B. am Handgelenk.
Durch leichtes Auflegen von Zeige- und Mittelfinger kann man die Pulswelle tasten, die vom Herzschlag ausgelöst wird. So wird der Puls getastet
.
Da die Arterie dicht unter der Oberfläche der Haut liegt, während andererseits das Herz tief verborgen im Brustkorb geschützt ist, können wir durch leichtes Berühren der Arterie eine Messung der
Herzfrequenz erhalten. Dies gilt aber nur bei gleichmäßigem Puls, nicht unbedingt bei Rhythmusstörungen. Dabei kann es nämlich vorkommen, daß das Herz zwar aktiv ist, aber kein nenneswertes Volumen auswirft. Somit kommt auch keine Druckwelle zustande.
Der Puls, bzw die Herzfrequenz, wird auf die Minute bezogen angegeben.
Der mittlere Puls bei Erwachsenen liegt bei 70 bis 80/min bei Frauen ist er etwas höher als bei Männern. Im Laufe des Lebens nimmt die maximale Herzfrequenz ab, die unter Belastung erreicht werden kann. Die mittlere Herzfrequenz bleibt jedoch vom Alter unbeeinflußt.
Sportliche Aktivität erhöht das Schlagvolumen und den Vagotonus (Aktivität des die Herzfrequenz bremsenden nervus vagus). Dadurch ist der Ruhepuls bei körperlich aktiven Menschen niedriger. Es gibt mehrere Hinweise darauf, daß eine niedriger Ruhepuls für die Lebenserwartung günstig ist.