Unsere Praxis war 1994 wohl die erste, die diese Untersuchung in Stuttgart durchführte, auch noch vor den lokalen Krankenhäusern.
Die Untersuchung besteht aus einer Darstellung der Herzwände der linken Herzkammer durch Ultraschall. Sie wird vor, unter laufender und nach Infusion eines Medikamentes (Dobutamin) wiederholt. Gelegentlich wird ein weiteres Medikament, Atropin, eingespritzt, um die Wirkung von Dobutamin zu erhöhen. Die Herzmuskelbewegungen werden ohne und mit Einfluß des Medikamentes verglichen.
Es empfiehlt sich, 3 Stunden vor der Untersuchung nichts zu essen, da es gelegentlich unter Dobutamin zu vegetativen Beschwerden mit Übelkeit kommen kann.
In der Regel wird die Untersuchung nach Absetzen der durchblutungsfördernden Medikamente durchgeführt, die Sie ggf. bisher eingenommen haben. Diese müssen 1-3 Tage vorher ausgesetzt werden. Bestimmte Medikamente (Beta-Blocker) dürfen nur ausschleichend langsam abgesetzt werden. Ich werde Sie ggf. zuvor darauf hinweisen.
Grundsätzlich notwendig ist ein Venenzugang am rechten Arm, durch den das Dobutamin gegeben werden kann. Die Untersuchung selbst dauert ca. 45 Minuten.
Zweck der Untersuchung:
Man kann Durchblutungsstörungen des Herzens mit der Streßechokardiographie besser feststellen als mit dem Belastungs-EKG. Dobutamin führt zu einer Pulsbeschleunigung, dadurch wird der Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels erhöht. Sind die Herzkranzgefäße normal, so wird die Herzmuskelbewegung nicht beeinträchtigt. Liegt jedoch eine ausgeprägte Verengung eines Herzkranzgefäßes vor, nimmt der Blutfluß ab und die Durchblutung reicht nicht mehr aus. Die Folge ist, daß die Herzmuskelbewegungen im entsprechenden Versorgungsgebiet abnehmen.
Die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer durchblutungsverbessernden Behandlung werden mit diesem Verfahren abgeklärt. Die Streßechokardiographie trägt auch dazu bei, die Notwendigkeit einer Herzkatheteruntersuchung (Herzgefäßdarstellung) zu klären.