Die Framigham Heart Study belegt, daß zur Vorhersage des kardiovaskulären Risikos bei Patienten unter 50 Jahren der diastolische, bei Patienten über 60 Jahren eher der systolische Blutdruck der geeignetere Meßwert ist.
Eine zusammenfassende Auswertung der großen Blutdruckstudien in Europa und China hat jetzt ergeben, daß ein weiterer Meßwert von Interesse ist: der Pulsdruck. Der Pulsdruck ist die rechnerische Differenz zwischen systolischen und dem diastolischen Blutdruck. Er sollte nicht höher als 50 mmHg sein.
Der Pulsdruck charakterisiert den Wechsel zwischen der Systole und der Diastole. Er wird durch die Elastizität der Blutgefäße bestimmt. Hoher Pulsdruck deutet auf ein verhärtetes und unelastisches Gefäß hin. Unter unelastischen Gefäßen aber leidet das Herz : Die Herzarbeit nimmt zu, der Sauerstoffverbrauch des Herzens steigt, die Durchblutung des Herzens nimmt ab.
Der Pulsdruck wird günstig beeinflußt von Medikamenten wie Nitrate und Ca-Antagonisten wie Nisoldipin.
Siehe auch : Therapie des Bluthochdrucks