Wie kommt der Rhythmus in das Herz?
Jeder Muskel wird durch Stromimpulse aktiviert und gesteuert. Die Steuerung und Weiterleitung der aktivierenden Ströme erfolgt durch Nerven oder,
im Falle des Herzens, durch das "Reizleitungssystem" (im Bild blau).
Beim Herz befindet sich im rechten oberen Rand des rechten Vorhofs
eine Zellgruppe, die elektrisch aktiv ist. Ihr elektrisches Potential (Spannungsdifferenz) schwingt rhythmisch.
Diese Zellgruppe heißt Sinusknoten (im Bild gelb). Er ist auch noch aktiv, wenn man ihn ganz aus dem Herzen schneidet. Er ist also autonom. Er läßt sich aber trotzdem in seiner Aktivität beeinflussen.
Diese Einflüsse modifizieren den Grundrhythmus, machen also das Herz schneller oder langsamer.
Der Impuls geht wie eine Welle geordnet von oben nach unten durch das Herz. Zunächst durch die Vorhöfe.
Dort, wo er ankommt, zieht sich die Herzmuskelzelle zusammen. Das dauert bei den Vorhöfen 0.04 sec.