Herz und Sport

Rhythmus und Herzstolpern (II)

Der Übertritt zur Hauptkammer ist exklusiv an einer Stelle im Bereich der Herzscheidewand (Septum). Hier findet eine wichtige Zeitverzögerung statt, damit die Vorhöfe Zeit haben, das in ihnen enthaltene Blut in die Hauptkammern zu pumpen.

Der Übertrittsbereich zu den Hauptkammern heißt AV-Knoten Das Reizleitungssystem zweigt dann in 3 Schenkel auf, die den Impuls nach rechts und links verteilen. Der rechte Schenkel geht in das rechte Herz , das linke erhält einen vorderen und einen hinteren Schenkel.

Erfolgt die Weiterleitung zu langsam oder wird sie gar unterbrochen , spricht man von einem "Block". Ein Linksschenkelblock bedeutet also, daß der Schenkel, der den Impuls in die linke Hauptkammer leitet, dies zu langsam macht.

Jede Zelle des Reizleitungssystems und des Herzmuskels kann als Schrittmacher funktionieren. Normalerweise ist aber der Sinusknoten am schnellsten und überholt damit die anderen Zellen, die sich so mit ihm synchronisieren. Wenn der Sinusknoten jedoch ausfallen würde, können nachgeordnete Zentren die Rhythmuskontrolle übernehmen. Sie sind dann aber langsamer.

Andere Nerven wirken auf die Aktivität des Sinusknotens ein. Sie gehören zum Autonomen Nervensystem: Sympathikus und Parasympathikus Der Sympathikus hebt die Herzfrequenz, der Parasympathikus senkt sie. Auch andere Einflüsse sind bekannt: Hormone, Stoffwechselprodukte, Temperatur, Atmung etc.

Die Spannungsschwankungen werden diagnostisch mit dem EKG (Elektrokardiogramm) ausgewertet.

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© 2007 Praxis PD Dr.K.S.Herrmann,Kardiologe,Stuttgart 01.02.2009
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