Transoesophageale Echokardiographie (TEE)

Spezielle Ultraschalltechnik zur Herzuntersuchung.

Transoesophageale Echokardiographie (TEE)

Hierbei wird das Herz nicht von außen untersucht, sondern von der Speiseröhre her (lat. : Ösophagus) . Das Gerät ist dem bekannteren Gastroskop zur Magenspiegelung in Form und Funktion ähnlich. Es muß also auch ein „Schlauch geschluckt “ werden. Das TEE-Gerät besitzt allerdings keine Optik, sondern einen sehr kleinen Ultraschallkopf.

Schallkopfnah (im Bild also oben) ist der linke Vorhof. Schräg links darunter ist die Aortenklappe zu sehen. Rechts neben der Aortenklappe die Mitralklappe, die zwischen dem linken Vorhof und linker Hauptkammer liegt. Fast mittig liegt die Herzscheidewand (weiß) , die unten die rechte Hauptkammer von der linken trennt.

Zweck der Untersuchung:

Die transoesophageale Echokardiographie (TEE) ermöglicht – verglichen mit der Untersuchung von außen – durch die Nähe des Schallkopfes zum Herzen eine genauere Abbildung. Herzklappen, aber auch andere Teile des Herzens oder der unmittelbar umgebenden Strukturen, können so oft viel besser untersucht werden. Die häufigsten Fragestellungen sind unklare Fieberzustände mit der Frage nach Herzklappenentzündung oder die Suche nach dem Ursprungsort für Gerinnsel (Embolien), die zum Beispiel zu einem Schlaganfall führen können.

Vorbereitung auf die Untersuchung

In Vorbereitung auf diese Untersuchung werden Sie wenigstens 3 Stunden nüchtern sein; Sie sollten also weder gegessen noch getrunken haben. Die Untersuchung wird vorzugsweise morgens früh durchgeführt, denn bis dahin waren Sie während der Nacht über 6-8 Stunden nüchtern. Herausnehmbare Zahnprothesen sollten vorher entfernt werden. Es wird eine kleine Infusionsnadel angelegt, damit ein Beruhigungsmittel und ggf. weitere Medikamente gegeben werden können. Die Untersuchung wird in der Regel nur mit einem lokalen Rachenbetäubungsmittel, das auf die Mund- und Rachenschleimhaut aufgesprüht wird, durchgeführt. In einigen Fällen wird während der Untersuchung ein Ultraschallkontrastmittel (nicht jodhaltig) gegeben, wodurch die Aussagekraft der Untersuchung weiter verbessert werden kann. Die modernsten Sonden sind multiplan, d.h. sie erlauben es, den Blickwinkel bei der Untersuchung frei zu wählen. Nur hierdurch sind alle Regionen einsehbar. Unsere Sonde ist multiplan und besonders klein, sie gestattet selbstverständlich gleichzeitig eine Doppler- und Farbdoppleruntersuchung. Die Untersuchung selbst dauert ca. 15-20 Minuten.

Durchführung:

Die Untersuchung wird in Linksseitenlage bei vorgebeugtem Kopf durchgeführt. Ähnlich wie bei der Magenspiegel-Untersuchung wird die Ultraschallsonde durch den Mund in die Speiseröhre eingeführt. Auf Aufforderung werden Sie selbst helfen, die Sonde hinunter zu schlucken. Bis auf diesen etwas unangenehmen Schluckakt verursacht die Untersuchung keine Beschwerden. Sie können während des ganzen Vorgangs ganz normal durch die Nase atmen. Wenn kein Beruhigungsmittel verwendet werden muß, was in 95% der Untersuchungen der Fall ist, kann der Untersuchte anschließen auch selber mit dem Auto weiter fahren. Wegen der noch anhaltenden Wirkung der Rachenanästhesie darf die erste Nahrungsaufnahme erst ca. 45 min. nach Beendigung der Untersuchung erfolgen, je nach Wirkung eventuell auch erst später.

Mögliche Komplikationen:

Komplikationen sind bei dieser Untersuchung sehr selten (unter 1%). Herzrhythmusstörungen, die in der Regel durch die Aufregung des Patienten während der Untersuchung auftreten können sind ungefährlich und werden auch in den meisten Fällen vom Patienten nicht bemerkt. Relativ häufig kommt es zu einer Reizung der Schleimhaut mit der Sonde und dadurch zu leichten Halsschmerzen, die innerhalb von Stunden verschwinden. In Einzelfällen sind im Schrifttum gravierendere Komplikationen beschrieben: z.B. Verletzungen der Rachenregion bis hin zur Perforation der Speiseröhren- oder Magenschleimhaut. Solche Komplikationen treten in der Regel nur bei vorher nicht erkannten Erkrankungen der Speiseröhre auf (z.B. Divertikel, d.h. Ausstülpungen), oder bei Schluckstörungen, die auf Erkrankungen der Speiseröhre hinweisen könnten. Das bedeutet, daß derartige Vorerkrankungen der Speiseröhre dem Untersucher unbedingt mitgeteilt werden müssen, auch wenn regelmäßig Schluckstörungen auftreten.

Sie können sicher sein, daß diese Untersuchung nur wohlüberlegt geplant und mit der größten Sorgfalt durchgeführt werden wird.