Hochverstärkungs-EKG bzw. Spätpotentialanalyse

Syn.: Hochverstärkungs-EKG

Ein Verfahren, bei dem mit Signalmittelungstechnik ein extrem verstärktes EKG-Signal erhalten wird, mit dem insbesondere zu Beginn der Erregung der Herz-Hauptkammern verspätet erregte Herzzellen nachgewiesen werden können.

Im Bild sieht man die EKG Potentialentwicklung im Herzzyklus. Die große nach oben gerichtete Zacke entspricht der normalen Kammererregung die auch im normalen EKG als größten ausschlag zu sehen ist. Danach sollten die großen Herzkammern erregt sein und vorerst keine weitere Potentialschwankung auftreten. Im Bild sieht man aber nachfolgend einige kleinere Zacken (im vergrößerten Abbild blinkend). Diese nicht homogene Erregung des Herzens ist ein Warnzeichen für einen “Sekundentod”. Der Sekundentod ist im allgemeinen der Tod durch eine bestimmte Rhythmusstörung. Auch Synkopen (kurze Bewußtseinsverluste) können durch sie verursacht auftreten.

Hochverstärkungs-EKG

Zweck der Untersuchung:

Zweck der Untersuchung ist es, diese Spätpotentiale nachzuweisen. Wenn sie vorhanden sind und andere Verfahren ebenfalls das Risiko für einen Plötzlichen Herztod signalisieren, muß eine intensive rhythmusstabilisierende Behandlung erfolgen.

Typischerweise sollte diese Untersuchung mindestens einmal nach jedem Herzinfarkt oder bei Patienten mit organisch schwer veränderten Herzen durchgeführt werden.

Mögliche Komplikationen:

keine