Puls

Allgemeines

Der z. B. am Handgelenk oder Oberarm gefühlte Puls entspricht dem Herzschlag. Bei Rhythmusstörungen gilt dies aber nicht mehr (Pulsdefizit).

Indikation

Den Puls zu fühlen gibt schnell einige wichtige Informationen über Herzfrequenz, Rhythmus und ungefähr über den Blutdruck. Ein fehlender Puls deutet auf Gefäßerkrankungen.

Normbereich

Beim Erwachsenen liegt der Puls bei 60-80 Schlägen /min in Ruhe, nachts um 50/min, bei Sportlern niedriger, bei verschiedenen Erkrankungen höher. Die maximale Herzfrequenz ist alters- und geschlechtsabhängig. Näherungsweise gilt für Frauen 230 minus Lebensalter, für Männer 220 minus Lebensalter. Wie der Blutdruck ändert sich auch Herzfrequenz ständig. Zur genauen Beurteilung gibt es die Langzeit-EKGs.

Behandlung

Je nach Ursache

Pulsmessung

Der Puls wird an Körperstellen gefühlt, an denen eine Arterie dicht unter der Haut verläuft, z.B. am Handgelenk.

Pulsmessung

Durch leichtes Auflegen von Zeige- und Mittelfinger kann man die Pulswelle tasten, die vom Herzschlag ausgelöst wird. So wird der Puls getastetHandgelenk, die Artiera radials zeigend.
Puls tasten an der Arteria radialis
Da die Arterie dicht unter der Oberfläche der Haut liegt, während andererseits das Herz tief verborgen im Brustkorb geschützt ist, können wir durch leichtes Berühren der Arterie eine Messung der Herzfrequenz erhalten. Dies gilt aber nur bei gleichmäßigem Puls, nicht unbedingt bei Rhythmusstörungen. Dabei kann es nämlich vorkommen, daß das Herz zwar aktiv ist, aber kein nenneswertes Volumen auswirft. Somit kommt auch keine Druckwelle zustande.

Der Puls, bzw die Herzfrequenz, wird auf die Minute bezogen angegeben.

Der mittlere Puls bei Erwachsenen liegt bei 70 bis 80/min bei Frauen ist er etwas höher als bei Männern. Im Laufe des Lebens nimmt die maximale Herzfrequenz ab, die unter Belastung erreicht werden kann. Die mittlere Herzfrequenz bleibt jedoch vom Alter unbeeinflußt.

Sportliche Aktivität erhöht das Schlagvolumen und den Vagotonus (Aktivität des die Herzfrequenz bremsenden Nervus vagus). Dadurch ist der Ruhepuls bei körperlich aktiven Menschen niedriger. Es gibt mehrere Hinweise darauf, daß eine niedriger Ruhepuls für die Lebenserwartung günstig ist.