Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen

Da die häufigste Nebenwirkung von diesen Medikamenten selbst Herzrhythmusstörungen sind, ist ein gezielter Einsatz wichtig.
Gegen zu langsamen Herzrhythmus stehen keine geeigneten Medikamente zur Verfügung, hier bedarf es der Implantation eines Herzschrittmachers.

Zu schneller Herzrhythmus und Extraschläge können mit folgenden Präparaten behandelt werden:

  • ß-Blocker:
    Stabilisieren den Rhythmus und verlangsamen oft den Puls. Dieses Medikament ist jedoch nicht geeignet für Patienten mit Asthma oder langsamem Puls.
  • Amiodaron:
    Amiodaron ist eines der wirksamsten Medikamente zur Behandlung von zu schnellem Herzrhythmus. Da Amiodaron eine Überfunktion der Schilddrüse auslösen kann, müssen die Schilddrüsenwerte regelmäßig (alle 3 Monate) überprüft werden. Selten kommt es unter Amiodaron zu Sehstörungen, die nach Absetzen der Behandlung wieder rückläufig sind.
  • Klasse I Antiarrhymika:
    Stabilisieren z.B. den Sinusrhythmus bei Patienten mit zeitweise auftretendem Vorhofflimmern.
  • If-Kanal-Blocker:
    Einziger Vertreter dieser Gruppe ist Ivabradin. Es senkt die Herzfrequenz isoliert am Sinusknoten. Als häufigste unerwünschte Arzneimittelwirkung treten Sehstörungen auf.
  • Digitalisglykoside:
    Werden verwendet zum Bremsen von schnell übergeleitetem Vorhofflimmern, wenn ß-Blocker nicht ausreichend wirken.

Es gibt eine Reihe weiterer Medikamente, die einer speziellen Indikation bedürfen